Prof. Dr. Eckhard Jedicke
Hafenlohr
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Prof. Dr. Eckhard Jedicke
Projektentwicklung im Naturschutz

Revitalisierung der Hafenlohr

Gerodete Fichtenbestände, als Weide eingezäunt

Wiederherstellung von natürlichen Gewässerstrukturen, standorttypischen Auwaldbeständen und von Feuchtwiesen im Hafenlohrtal durch Entfichtung und extensive Beweidung

Laufzeit:


2007 - 2009

Träger:
Naturpark Spessart e.V. in enger Kooperation mit dem Fürstlich Löwensteinschen Forstamt

Förderung:
Kurt Lange Stiftung, Regierung von Unterfranken, Deutsche Bundesstiftung Umwelt und Bayerische Sparkassenstiftung

Ziel:
In den Tälern des Spessarts wurden nach dem zweiten Weltkrieg viele Wiesen und Weiden mit standortfremden Fichten aufgeforstet, so auch im Hafenlohrtal. Die naturfern ausgeprägten Nadelholzforsten sind meist sehr dicht, weisen nur einen geringen Unterwuchs auf und bieten daher kaum Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Sie wirken zudem als Wander- und Ausbreitungsbarriere für Auwald-, Feuchtgrünland-, Ufer- und Gewässerarten.

Das Vorhaben hatte daher zum Ziel, naturferne Nadelholzbestände im Hafenlohrtal auf einer Fläche von zunächst 12,5ha zu entfernen. Nach der Entfichtung sollen die Flächen teilweise durch extensive Beweidung mit Rindern und Ziegen langfristig offen gehalten werden. Eine sieben Hektar große Brachfläche soll in die Beweidung einbezogen und so naturschutzgerecht offengehalten und bewirtschaftet werden. Eine sehr feuchte Teilfläche, bei der eine Beweidung nicht realisierbar ist, soll in einen naturnahen Auenwald überführt werden. Entlang der Hafenlohr sollen standortgerechte Gehölzsäume und natürliche Uferstrukturen gefördert werden. Es werden so naturnahe und artenreiche Lebensräume im und am Gewässer geschaffen und mit den noch vorhandenen Biotopen im Umfeld vernetzt.

Ergebnisse:
12,1 ha Fichten wurden gerodet, die Flächen z.T. für die Beweidung gezäunt, andere zur Unterstützung der natürlichen Sukzession mit standortgerechten Laubhölzer locker bepflanzt, insbesondere mit Erle, Esche und Bergahorn. Teilflächen werden durch Deutsche Edelziegen, Galloway-Rinder bzw. eine ehemalige Feuchtwiesen-Brachfläche durch Wasserbüffel beweidet. Das Forschungsinstitut Senckenberg führt ein begleitendes Moniotoring durch.

 

 

Wasserbüffel-Beweidung - optimale Pflege der Feuchtwiesen (Fotos: Michael Veeh)