Natur- und Gewässerschutz in der Twisteaue
Aktuelle Situation:
- Die Ende 1974 eingestaute Vorsperre der Twistetalsperre bei Bad Arolsen (Nordhessen) ist mittlerweile zu ca. 50 % mit Schlamm zugesetzt, so dass sie ohre Rückhaltefunktion nicht mehr in ausreichendem Umfang wahrnehmen kann. Das Naturschutzgebiet an der vorsperre, zugleich als FFH- und Europäisches Vogelschutzgebiet gemeldet, erfüllt seine Naturschutzfunktionen daher zunehmend eingeschränkt.
- Damit zieht sich bei jedem stärkeren Regenereignis eine trübe Schlammfahne weit in den Hauptstau hinein, so dass die Wasserqualität auch im Hauptstau zunehmend beeinträchtigt ist - mit Folgen wie optischer Beeinträchtigung, Wachstum von Algen und Laichkräutern sowie Einschränkungen der touristischen Funktionen.
Die Stadt Bad Arolsen hat die Problematik aufgegriffen und - moderiert durch Eckhard Jedicke - zu einem Rundem Tisch eingeladen, um die individuelle Sicht der Situation durch verschiedene Akteure zu analysieren und Handlungsoptionen zu entwickeln. Davei bestehen zwei Handlungsnotwendigkeiten, die parallel mit identischer Dringlichkeit realisiert werden sollten:
- Entschlammung der Vorsperre, um deren Rückhaltefunktion wieder herzustellen;
- Reduzierung von Schlammeinträgen in die Twiste und ihre Nebengewässer durch Umsetzung eines Auenschutzkonzepts, welches integrative Lösungen für die Belange von Gewässer- und Naturschutz sowie Landnutzung realisiert.
Vor allem der Auenschutz erfordert intensive Kooperation aller Akteure in der Landschaft mit umfangreichen Moderationsleistungen; hierzu sollen Fördermittel eingeworben werden.
Frühere Arbeiten:
- langjährige ornithologische Beobachtung des Naturschutzgebiets und Unterstützung des Gebietsbetreuers Karl Staiber und diverse Publikationen zur Sukzession der Wasservogelgemeinschaft
- Grunddatenerfassung zu Monitoring und Management des FFH-Gebietes „Vorsperre Twistetalsperre“ im Auftrag des RP Kassel (2004)
- Pflegeplan für das NSG
